Franziska Baumgartner
Projektbeschrieb
Titel: Torso
Jahr: 2010
Im letzten halben Jahr befasste ich mich künstlerisch mit den Themen Körper, Haut/Hülle und Identität und entwickelte ein neues, hautähnliches Material, welches in meiner Arbeit zum Bildträger wird.
Mit Pigmenten eingefärbter und auf Glasplatte aufgetragener Acrylbinder lässt sich in getrocknetem Zustand leicht als kompakten "Hautfetzen" wieder abziehen. In meinem Projekt malte ich zuerst ein Körperfragment in schwarz-weiss auf die Glasplatte um die Malerei danach mit dem eingefärbten Acrylbinder zu überspachteln. Acrylfarbe- und binder bleiben aneinander haften und lassen sich gemeinsam wieder von der Glasplatte lösen.
Das Bild zeigt einen leicht verdrehten, voluminösen, fleischigen Oberkörper in Rückenansicht. Straffe, pralle, erotische Formen stehen ekligen, speckigen Falten gegenüber. Dieselbe Ambivalenz zwischen Faszination und Abstossung findet sich auch im Material: auf der einen Seite die stoffähnlichen, sinnlichen Qualitäten, andererseits ist die Assoziation zu abgezogener Haut durch die spezifische Hängung und Farbigkeit stark vorhanden. Nicht mehr der Körper ist Träger der Haut, sondern die Haut wird zum Träger des Körpers. Die Haut als Schutzhülle, als Grenze des Selbst, wird ihrer Funktion beraubt.
Portrait
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Name: | Baumgartner Franziska |
| Wohnort: | Zürich | |
| Geburtsdatum: | 15.01.1987 | |
| Hochschule: | Zürcher Hochschule der Künste | |
| Studiengang: | Vermittlung von Kunst und Design | |
| Ausbildungsjahr: | 3. Jahr |
Selbstbeschrieb
15.01.1987 in Solothurn geboren und aufgewachsen in Aeschi SO. 2005 Matura an der Kantonsschule Solothurn mit dem Schwerpunkt Musik. Nach einem Jahr Propädeutikum in Zürich seit 2007 im Studiengang Vermittlung von Kunst und Design, ab September 2010 im Master of Art Education. Erste Gruppenausstellungen an der Kulturnacht im Schlösschen Vorder-Bleichenberg in Biberist und an der Jahresausstellung des Kantons Solothurn Dez. 2009 im Kunstmuseum Olten.

